Wie passen die Aktienmärkte zur Coronawirtschaft? (25. Mai 2020)

Seit Jahren sind die Aktenmärkte unterstützt worden durch die lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Mitte Februar ging die Nachricht der Pandemie durch einen Virus verursacht durch de Nachrichten und verursachte den bis dahin schnellsten und stärksten Rückgang der Börsenmärkte weltweit. Die Politik reagierte schnell und konsequent, nun unter Vorbehalt und sicherlich diskussionswürdig. Die Konsequenz der Zentralbank folgte auf dem Fuße, es wurden schnell hohen Summen Unterstützungsgelder bereitgestellt, um die direkten Auswirkungen auf das politisch induzierte lockdown zu mildern. Erst nur im Interbankensektor, später auch in der Realwirtschaft. Weltweit kam die Wirtschaft zu einem Erliegen. 

Was machen die Aktienmärkte? Bevor auch nur an die Lockerung des Lockdown gedacht wurde, drehten die Kurse wieder in die Erholung. Eine erste Erholung vom Schock oder gar das Ende der Krise? 

Diverse Analysen und historische Vergleiche verleiten zur Annahme der zweiten Vermutung. Die andauernde Aufwärtsbewegung der Kurse scheint aber eine Bestätigung der ersten Vermutung zu sein.

Wie sieht es denn auf dem Markt aus?

Die USA verzeichnen eine Arbeitslosenquote von ca. 25%, 10 Millionen Arbeiter und Angestellte sind in Deutschland in Kurzarbeit, die ifo Geschäftszahlen sprechen für den Monat Mai von einer immer noch sehr pessimistischen Lage für die 9000 befragten Unternehmen. Da kann auch die sich abzeichnende Erwartung auf besser Zeiten der Befragten nicht drüber hinwegtäuschen. Zumal die Auswahl bei der Umfrage nur auf "schlechter", "gleich" oder "besser" beschränkt ist. 

Zudem sind insolvente Firmen von der Meldepflicht befreit, Banken müssen die ausgefallenen Kredite nicht mehr bilanzierender gar melden, Firmen könne nicht nur die Bankdarlehen nicht mehr bezahlen, auch die Zinszahlungen einiger Unternehmensanleihen sind ausstehend. Wer Corona-geschädigt ist, muss seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Adidas und weitere große Konzerne haben von der Möglichkeit gebrauch gemacht. Formens und nach nur 4 Wochen ohne Aufträge insolvent. sind das nicht Zeichen einer vllt. notwendigen aber dennoch unwirtschaftlichen Entwicklung und Handlung des Managements?

 

Ein Totalausfall sämtlicher marktwirtschaftlicher Indikatoren für das funktionieren einer Wirtschaft sind ausser Kraft gesetzt und die Aktienmärkte steigen???

 

Der Schluss liegt nahe, dass sich die Aktienmärkte nun vollends von der Entwicklung der Realwirtschaft entkoppelt haben. 

 

Was machen andere, große Investoren? Leute, wie Warren Buffet, der neben seiner guten Nase für gute Investment auch ein sehr gutes Netzwerk zu seinem Voreilen zählt? Warren Buffet verkauft gerade im großen Stil seine Aktienpakete großer US amerikanischer Banken. Sekundiert wird er dabei von der Federal Reserve Bank, der privaten Zentralbank der USA.

 

Die derzeitige Kursentwicklung der Aktienmärkte passt in keiner Weise zu den realwirtschaftlichen Entwicklungen. Es ist eine größere Korrektur zu erwarten, sobald sich der Lockdown in der Realwirtschaft zu erkennen gibt. Das wird spätestens Ende kommenden Quartals sein. Die Zahlen des ersten Quartals 2020 berichten von einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes für Deutschland von 2,5% gegenüber  dem Vorquartal, welches bereits 0,1% im Minus gegenüber dem Q3 2019 lag. In der derzeitigen Berichtsversion ist nur die Entwicklung bis Ende März erfasst, nicht April, nicht Mai. 

 

Wer investiert denn dann? Man nennt eine solche Situation der Kursentwicklung auch gerne Bullenfalle. Genutzt, bzw irrtümlich als Boden der Kursentwicklung nach, besser in einer Krise betrachtet von leichtgläubigen und uninformierten Kleinanlegern oder sehr risikofreudigen Spekulanten. 

 


Angriff auf unsere Freiheit - Oder einfach nur eine Sparmaßnahme für uns (undankbare) Bürger?


Seit geraumer Zeit kursieren Berichte in den Medien, dass einige Länder nicht lediglich über die Gültigkeit von umlaufendem Bargeld nachdenken, sondern diesen Plan bereits in die Tat umsetzen.

Betriebe, wie Tankstellen, Restaurants & Kioske soll so der Kosten– und Verwaltungsdruck genommen werden. Diese haben die Option Bargeld zu Gunsten der Onlinebezahlung abzulehnen.


Ist die Welt nicht verrückt? Immer noch ist die Diskussion unter den Einzelhändlern lebendig, bei der es um die hohen Kosten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, insbesondere der Kreditkarte geht. Hierzulande verlangen die Institute auch bis zu 4% des Umsatzes. Da wird von anderer Seite über die Kosten des Bargeldes diskutiert. Der Ansatz ist nur ein anderer. Die einen argumentieren für die Kasse des Einzelhändlers und die damit verbundenen Verbraucherpreise, die Anderen über Kosten für die Allgemeinheit. Bargeld kostet Geld, bei der Produktion, dem Transport, der Lagerung, dazu kommen die Kosten der Kriminalitätsprävention, -bekämpfung und -verfolgung. Alles in Allem, Experten zu Folge Kosten, die mit mindestens 400Mio€ pro Jahr zu Buche schlagen. Aber noch ein anderes Argument ist auf der Seite der Befürworter: Es lässt sich der Negativzins und damit die Inflation anheben, ohne dass es einfache Gegenmaßnahmen, wie „Bargeld unters Kopfkissen“ für uns Bürger gibt. So kann sich der Staat, die EU und die EZB entschulden. Doch, ist eine Entschuldung überhaupt sinnvoll? Die Schulden des Einen sind das Guthaben des Anderen. Also, wer hat das Geld, welches die Staaten schulden? Nun, bei einem Blick in die Innenstädte, Bankenviertel und Versicherungspaläste drängt sich der Verdacht auf, dass diese das Geld haben, welches der Staat schuldet. So haben die weltweit größten 15 Versicherungen eine Bilanzsumme von nahezu 10.000 Milliarden US$. Hinzu kommt eine Bilanzsumme von knapp 35.000 Milliarden US$ für die weltweit 15 größten Banken. Laut einer Studie von McKinsey aus dem Jahre 2015 lag die weltweite Gesamtverschuldung von Staaten, Bürgern und Firmenbei knapp 199.000 Milliarden US$. Dabei entfallen ca. 35.000 Milliarden US$ auf die zehn am höchsten verschuldeten Staaten. Wem nutzt also die Entschuldung des Staates? Kurz betrachtet, dem Bürger, wenn man der Logik folgt, dass der Staat, dessen Teil der Bürger ist, von den gewählten Politikern interessengerecht vertreten wird.

Doch was hat dies alles mit dem drohenden Bargeldverbot zu tun? Nun, bei der Drohung bleibt es nicht. In Dänemark läuft ein Gesetzgebungsverfahren, welches es kleinen Betrieben erlaubt die Annahme von Bargeld zu verweigern. Schwedens Banken sind dort schon einen Schritt weite. Bereits im Jahre 2013 fingen einigen Bank an ihre Bargeldausgabestellen zu reduzieren.

Sie erinnern sich an die laufenden Diskussion um die Geheimdienste? Die Diskussion m den Datenschutz um die Vorratsdatenspeicherung, die Möglichkeiten der Ämter sich einen Überblick über die Art und Anzahl der Konten zu verschaffen. Im Jahre 2003 eingeführt, betrug die Zahl der Abfragen ca. 39.000 im Jahre 2004. Mittlerweile ist dies Verfahren automatisiert und wurde im Jahr 2014 lt. der S.Dt. Zeitung ca. 230.000 mal jährlich angewandt, im ersten Quartal diesen Jahres bereits 76.000 mal, was auf geschätzte 300.000 Abfragen für das Jahr 2015 schließen lässt.


Nun nehmen wir die Zutaten: Kontenabfrage, Bargeldverbot, Staatsverschuldung, Gutmenschentum, und Sicherheitsdenken zusammen, rühren kräftig um und bekommen eine Speise, die den meisten von uns in keinster Weise schmecken möchte. Hinzu kommen die geschaffenen Grundlagen zur Enteignung der Sparer. Dies gilt für Versicherungsnehmer, Sichteinlagen, als Sparguthaben gleichermaßen. Dazu die gesetzlich verankerte Verpflichtung der Lebens- und Rentenversicherungsunternehmen das Kapital der Kunden überwiegend in „mündelsicherer“ Anlage zu investieren. Diese sind ebenfalls vorgeschrieben: Staatsanleihen. Nach dem Versuchsballon der Enteignung der zypriotischen Sparer, die über ein Vermögen von mehr als 100.000€ auf den Bankkonten hatten, ist diese Grenze bereits auf 50.000€ gesenkt worden. Zudem wurde zwar der Steuerzahler aus dem Visier der Bankenretter genommen, dafür Eigentümer, also Aktionäre, Kapitalgeber, also Versicherungen und Sparer vermehrt in den Fokus genommen. So dass es noch immer nicht zur Haftung durch die Verantwortlichen kommt, sondern bei der Sozialisierung der Risiken bleibt.

Ist das Argument der Entschuldung, bei Betrachtung der mit dem Bargeldverbot und den anderen bereits vorbereiteten Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle nicht vielmehr nur ein vorgeschobenes? Warum werden die Maßnahmen alle zeitlich fragmentiert eingeführt? Ist unsere Politik tatsächlich zum Reaktor geworden? Gestaltet die Politik die Geschicke des Landes gar nicht mehr, sondern ist getriebene? Getrieben von wem? Von den Märkten? In eigenem Interesse?


Für uns Bürger stellt sich jedoch unter dem Strich nur eine Frage:

Wie viel ist uns unsere Sicherheit wert ? Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen, um unser Schicksal in die Hände weniger zu legen?

Bargeld ist und bleibt eine Form der gelebten Freiheit.


Das Leben ist das gefährlichste, welches wir haben. Eine Plattitüde. Doch im täglichen Leben erkennen wir auch Gefahren, umgehen sie oder aber gehen sie bewusst ein, sofern wir die Folgen abschätzen und vermeintlich kontrollieren können. Voraussetzung dazu ist eine gewisse Kenntnis über die Aktion, die Wechselwirkung mit anderen und die Gewissheit, dass ein Scheitern bei uns keinen wesentlichen Schaden verursacht. Als Grundlage für diese Gefahrenabschätzung haben wir Kenntnis über die Sache. Kenntnis erwerben wir durch Erfahrung oder durch Lehre. Lehre im Bereich der Wirtschaft wird als uninteressant, kompliziert und nur für Experten dargestellt. Für die Führung international tätiger Unternehmen, die Lenkung von Staaten und das Agieren von Investmentteilen in Banken mag dies zutreffen, sofern man die Rendite seines Einsatzes optimieren möchte. Nicht jedoch trifft dies auf die grundsätzlichen Zusammenhänge zu, nicht trifft dies auf Ihr eigenes Leben und Ihren gesunden Menschenverstand zu. Entdecken Sie diesen neu und nutzen Sie die Informationen die Ihnen zugänglich sind und seine Sie kritisch.

Sie vertrauen unsren Politikern, vertrauen und glauben Ihrem Versicherungsverkäufer, ihrem Steuerberater. Tun sie dies nicht. Informieren Sie sch selber.


Die Möglichkeit sich unabhängig zu informieren, selber zu denken, diese Gedanken zu äußern, entsprechend zu agieren, das Leben in die eigene Hand zu nehmen ist die Freiheit, die wir haben, die wir verteidigen müssen.