Angriff auf unsere Freiheit - Oder einfach nur eine Sparmaßnahme für uns (undankbare) Bürger?


Seit geraumer Zeit kursieren Berichte in den Medien, dass einige Länder nicht lediglich über die Gültigkeit von umlaufendem Bargeld nachdenken, sondern diesen Plan bereits in die Tat umsetzen.

Betriebe, wie Tankstellen, Restaurants & Kioske soll so der Kosten– und Verwaltungsdruck genommen werden. Diese haben die Option Bargeld zu Gunsten der Onlinebezahlung abzulehnen.


Ist die Welt nicht verrückt? Immer noch ist die Diskussion unter den Einzelhändlern lebendig, bei der es um die hohen Kosten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, insbesondere der Kreditkarte geht. Hierzulande verlangen die Institute auch bis zu 4% des Umsatzes. Da wird von anderer Seite über die Kosten des Bargeldes diskutiert. Der Ansatz ist nur ein anderer. Die einen argumentieren für die Kasse des Einzelhändlers und die damit verbundenen Verbraucherpreise, die Anderen über Kosten für die Allgemeinheit. Bargeld kostet Geld, bei der Produktion, dem Transport, der Lagerung, dazu kommen die Kosten der Kriminalitätsprävention, -bekämpfung und -verfolgung. Alles in Allem, Experten zu Folge Kosten, die mit mindestens 400Mio€ pro Jahr zu Buche schlagen. Aber noch ein anderes Argument ist auf der Seite der Befürworter: Es lässt sich der Negativzins und damit die Inflation anheben, ohne dass es einfache Gegenmaßnahmen, wie „Bargeld unters Kopfkissen“ für uns Bürger gibt. So kann sich der Staat, die EU und die EZB entschulden. Doch, ist eine Entschuldung überhaupt sinnvoll? Die Schulden des Einen sind das Guthaben des Anderen. Also, wer hat das Geld, welches die Staaten schulden? Nun, bei einem Blick in die Innenstädte, Bankenviertel und Versicherungspaläste drängt sich der Verdacht auf, dass diese das Geld haben, welches der Staat schuldet. So haben die weltweit größten 15 Versicherungen eine Bilanzsumme von nahezu 10.000 Milliarden US$. Hinzu kommt eine Bilanzsumme von knapp 35.000 Milliarden US$ für die weltweit 15 größten Banken. Laut einer Studie von McKinsey aus dem Jahre 2015 lag die weltweite Gesamtverschuldung von Staaten, Bürgern und Firmenbei knapp 199.000 Milliarden US$. Dabei entfallen ca. 35.000 Milliarden US$ auf die zehn am höchsten verschuldeten Staaten. Wem nutzt also die Entschuldung des Staates? Kurz betrachtet, dem Bürger, wenn man der Logik folgt, dass der Staat, dessen Teil der Bürger ist, von den gewählten Politikern interessengerecht vertreten wird.

Doch was hat dies alles mit dem drohenden Bargeldverbot zu tun? Nun, bei der Drohung bleibt es nicht. In Dänemark läuft ein Gesetzgebungsverfahren, welches es kleinen Betrieben erlaubt die Annahme von Bargeld zu verweigern. Schwedens Banken sind dort schon einen Schritt weite. Bereits im Jahre 2013 fingen einigen Bank an ihre Bargeldausgabestellen zu reduzieren.

Sie erinnern sich an die laufenden Diskussion um die Geheimdienste? Die Diskussion m den Datenschutz um die Vorratsdatenspeicherung, die Möglichkeiten der Ämter sich einen Überblick über die Art und Anzahl der Konten zu verschaffen. Im Jahre 2003 eingeführt, betrug die Zahl der Abfragen ca. 39.000 im Jahre 2004. Mittlerweile ist dies Verfahren automatisiert und wurde im Jahr 2014 lt. der S.Dt. Zeitung ca. 230.000 mal jährlich angewandt, im ersten Quartal diesen Jahres bereits 76.000 mal, was auf geschätzte 300.000 Abfragen für das Jahr 2015 schließen lässt.


Nun nehmen wir die Zutaten: Kontenabfrage, Bargeldverbot, Staatsverschuldung, Gutmenschentum, und Sicherheitsdenken zusammen, rühren kräftig um und bekommen eine Speise, die den meisten von uns in keinster Weise schmecken möchte. Hinzu kommen die geschaffenen Grundlagen zur Enteignung der Sparer. Dies gilt für Versicherungsnehmer, Sichteinlagen, als Sparguthaben gleichermaßen. Dazu die gesetzlich verankerte Verpflichtung der Lebens- und Rentenversicherungsunternehmen das Kapital der Kunden überwiegend in „mündelsicherer“ Anlage zu investieren. Diese sind ebenfalls vorgeschrieben: Staatsanleihen. Nach dem Versuchsballon der Enteignung der zypriotischen Sparer, die über ein Vermögen von mehr als 100.000€ auf den Bankkonten hatten, ist diese Grenze bereits auf 50.000€ gesenkt worden. Zudem wurde zwar der Steuerzahler aus dem Visier der Bankenretter genommen, dafür Eigentümer, also Aktionäre, Kapitalgeber, also Versicherungen und Sparer vermehrt in den Fokus genommen. So dass es noch immer nicht zur Haftung durch die Verantwortlichen kommt, sondern bei der Sozialisierung der Risiken bleibt.

Ist das Argument der Entschuldung, bei Betrachtung der mit dem Bargeldverbot und den anderen bereits vorbereiteten Möglichkeiten der Überwachung und Kontrolle nicht vielmehr nur ein vorgeschobenes? Warum werden die Maßnahmen alle zeitlich fragmentiert eingeführt? Ist unsere Politik tatsächlich zum Reaktor geworden? Gestaltet die Politik die Geschicke des Landes gar nicht mehr, sondern ist getriebene? Getrieben von wem? Von den Märkten? In eigenem Interesse?


Für uns Bürger stellt sich jedoch unter dem Strich nur eine Frage:

Wie viel ist uns unsere Sicherheit wert ? Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen, um unser Schicksal in die Hände weniger zu legen?

Bargeld ist und bleibt eine Form der gelebten Freiheit.


Das Leben ist das gefährlichste, welches wir haben. Eine Plattitüde. Doch im täglichen Leben erkennen wir auch Gefahren, umgehen sie oder aber gehen sie bewusst ein, sofern wir die Folgen abschätzen und vermeintlich kontrollieren können. Voraussetzung dazu ist eine gewisse Kenntnis über die Aktion, die Wechselwirkung mit anderen und die Gewissheit, dass ein Scheitern bei uns keinen wesentlichen Schaden verursacht. Als Grundlage für diese Gefahrenabschätzung haben wir Kenntnis über die Sache. Kenntnis erwerben wir durch Erfahrung oder durch Lehre. Lehre im Bereich der Wirtschaft wird als uninteressant, kompliziert und nur für Experten dargestellt. Für die Führung international tätiger Unternehmen, die Lenkung von Staaten und das Agieren von Investmentteilen in Banken mag dies zutreffen, sofern man die Rendite seines Einsatzes optimieren möchte. Nicht jedoch trifft dies auf die grundsätzlichen Zusammenhänge zu, nicht trifft dies auf Ihr eigenes Leben und Ihren gesunden Menschenverstand zu. Entdecken Sie diesen neu und nutzen Sie die Informationen die Ihnen zugänglich sind und seine Sie kritisch.

Sie vertrauen unsren Politikern, vertrauen und glauben Ihrem Versicherungsverkäufer, ihrem Steuerberater. Tun sie dies nicht. Informieren Sie sch selber.


Die Möglichkeit sich unabhängig zu informieren, selber zu denken, diese Gedanken zu äußern, entsprechend zu agieren, das Leben in die eigene Hand zu nehmen ist die Freiheit, die wir haben, die wir verteidigen müssen.